Zuhören wie Momo

Was die kleine Momo konnte wie kein anderer, das war: Zuhören.
Das ist doch nichts Besonderes, wird nun vielleicht mancher sagen,
zuhören kann doch jeder.
Aber das ist ein Irrtum.
Wirklich zuhören können nur ganz wenige Menschen.
Und so wie Momo sich aufs Zuhören verstand, war es ganz und gar einmalig.

Momo konnte so zuhören, dass dummen Leuten plötzlich sehr gescheite Gedanken kamen. Nicht etwa, weil sie etwas sagte oder fragte, was den anderen auf solche Gedanken brachte, nein, sie sass nur da und hörte einfach zu, mit aller Aufmerksamkeit und aller Anteilnahme. Dabei schaute sie den anderen mit ihren großen, dunklen Augen an, und der Betreffende fühlte, wie in ihm auf einmal Gedanken auftauchten, von denen er nie geahnt hatte, dass sie in ihm steckten.

Sie konnte so zuhören, dass ratlose und unentschlossene Leute auf einmal ganz genau wussten, was sie wollten. Oder dass Schüchterne sich plötzlich frei und mutig fühlten. Oder dass Unglückliche und Bedrückte zuversichtlich und froh wurden. So konnte Momo zuhören!

Einmal brachte ihr ein kleiner Junge seinen Kanarienvogel, der nicht singen wollte. Das war eine viel schwerere Aufgabe für Momo. Sie musste ihm eine ganze Woche lang zuhören, bis er endlich wieder zu trillern und zu jubilieren begann.

Momo hörte allen zu, den Hunden und den Katzen, den Grillen und Kröten, ja sogar dem Regen und dem Wind in den Bäumen. Und alles sprach zu ihr auf seine Weise.

An manchen Abenden, wenn alle ihre Freunde nach Hause gegangen waren, sass sie noch lange allein in dem großen steinernen Rund des alten Theaters, über dem sich der sternenfunkelnde Himmel wölbte, und lauschte einfach auf die große Stille. Dann kam es ihr so vor, als sässe sie mitten in einer grossen Ohrmuschel, die in die Sternenwelt hinaushorchte. Und es war ihr, als höre sie eine leise und doch gewaltige Musik, die ihr ganz seltsam zu Herzen ging.

– Michael Ende

#momo #zuhören #aktiveszuhören #heilen #gewaltfreiekommunikation #michaelende

Lebenstraum

Umarmt von Freunden lebe ich ein Abenteuer,
Gerate an Unscheinbarem in Verzückung,
So wie es nur Kinder können.

Ich lebe in lachender Freiheit,
Echte Tränen der Berührbarkeit
gleiten meine Wange herab.
Oh welch Zauber, welche Musik
in deinen Augen!

Ich lebe so offen und wach,
dass die Einladung zum Tanz
nicht unbemerkt an mir vorüber geht.

Die Sonne berstet aus unseren Herzen
und unser Lachen wird selbstvergessen tödlich
das Ende unserer Einsamkeit.

– Menschenbruder Karaviro

02. Oktober 2018, Internationaler Tag der Gewaltlosigkeit,
Geburtstag von Mahatma Gandhi

#internationaldayofpeace #mahatmagandhi #transition #dream
#life #love

Hier entsteht eine Knospe aus dem Samen des Seelenbaumes. Alles ist Vorbereitet.

«Man muss den Dingen die eigene, stille, ungestörte Entwicklung lassen,
die tief von innen kommt und durch nichts gedrängt oder beschleunigt werden kann, alles ist austragen – und dann gebären…»

„Ich“ habe keine Angst und Sorgen und muss nicht verkrampft um etwas kämpfen,
alles liegt bereit. Ich bin nicht der bestimmende Teil der Gegenwart, ich bin ein umsorgter Samen.

„Ich“ lade das Universum ein, meinen Samen mit zu gestalten. Die kreative Schöpferkraft ist ein Poly-log. Die Auslese der Samen liegt aber nicht in meiner Hand. Wenn „ich“ für die universelle Intention arbeite und füreinander Mehrwert schaffe, dann arbeite „ich“ Hand in Hand mit der ganzen Existenz.

„Ich“ habe keine Angst und Sorgen, dass das was ich darbringe und vorstelle nicht genügt. Ich kann nur geben was ich habe und das reicht allemal.

Wenn „ich“ frage, mich öffne, bekomme „ich“ Hinweise und Antworten.
Das Universum ermöglicht (andere) Wege und öffnet Türen.

„Ich“ trage keine Erwartungen, sondern bin dankbar und glücklich.

„Ich“ sehe den Ozean im Gegenüber und würdige diesen. Ich sehe den Zauber und höre die Musik in ihren/seinen Augen.

„Ich“ liebe meinen Körper natürlich und lebe meine Gedanken ehrlich.

Es gibt nur die Gegenwart, in ihr bin ich verbunden mit der heilenden Lebenskraft. Nehme ich das Gegenwärtige an, sehe ich daran was gut ist? Bin ich noch fähig darin Liebe und Freude zu leben?

Ist dir bewusst, dass irgendwo in diesem Universum das Reich der Himmel Wirklichkeit ist und die Wesen dort in Liebe und im Einklang mit den Kräften des Lebens leben?

#mantra #mantras